LTE-4G Vergleich


Was ist LTE eigentlich und was versteht man unter 4G? Mit der Abkürzung LTE (kurz für Long Term Evolution, es wird auch als High Speed OFDM Packet Access (HSOPA), E-UTRAN (Evolved UTRAN) und Super 3G bezeichnet) meint man einen neuen Mobilfunkstandard. LTE gilt als der Nachfolger von UMTS. UMTS gehörte noch zur dritten Mobilfunkgeneration (das sogenannte 3G) und LTE sollte zur 4. Generation zählen (4G), kann aber nicht alle neuen Standards vollständig erfüllen. Deshalb wird es gerne 3.9G genannt.

Trotzdem leistet diese neue Art der Datenübertragung einiges: Die Geschwindigkeit variiert je nach Ausstattung , kann aber beim Download bis zu 100 Mbit/s und beim Upload bis zu 50 Mbit/s erreichen. Bei UMTS sind kaum mehr als 7 Mbit/s bzw. mit HSDPA 14,4 Mbit/s möglich. Damit wäre das mobile Internet mit LTE sogar schneller als das herkömmliche DSL zu Hause am Rechner. LTE basiert nicht mehr, wie ehemals UMTS, auf nur einer einigen einzigen Frequenz, sondern kann flexibel verschiedene Frequenzen zwischen 1,25 MHz und 20 MHz nutzen und bietet so eine größere Bandbreite. LTE sorgt auch für eine sehr kurze Latenz, d. h., dass sich die Zugriffsverzögerung vom Handy zum Festnetz stark reduziert, und es kann problemlos mit anderen Mobilfunkstandards wie GSM oder UMTS kommunizieren.

Der erste LTE-Sendemast wurde am 30.08.2010 von der Telekom in Betrieb genommen und man kann davon ausgehen, dass viele weitere folgen werden. LTE wird insgesamt schneller sein als sein Vorgänger UMTS, wird eine deutlich bessere Abdeckung anbieten und soll sogar weniger kosten. Da die LTE-Sendemasten eine enorm hohe Reichweite haben, soll die neue Technik vorerst dazu genutzt werden, die vielen "weißen Flecken" auf der Karte des mobilen Internets auszubessern, also vor allem die Stellen in Deutschlands ländlichen Regionen, in denen derzeit kein UMTS verfügbar ist. Danach wird LTE aber wahrscheinlich auch in die großen Städte Einzug halten und UMTS vielleicht ganz verdrängen.